Leseförderung mit dem Bee-Bot
Eine kreative Kombination aus Buchvorstellung und strategischem Denken
Eine Grundschule hatte uns eingeladen, in den zweiten Klassen neue Bücher vorzustellen. Neue Lese- und Sachbücher passend zu Alter und Lesevermögen der Kinder waren schnell ausgesucht. Doch wie den Kindern die Lektüre schmackhaft machen?
In einer Bibliothek in der Nähe konnten Bee-Bots ausgeliehen werden. Diese kleinen bienenähnlichen Roboter fördern das allererste Programmieren durch einfache Tastenbefehle. Warum also nicht die Kombination aus Buchvorstellung und strategischem Denken wagen? Benötigt wird dazu eine transparente Bodenmatte mit 24 Fächern, die mit Kopien der Buchcover bestückt wurden und Bildkarten mit jeweils einem kleinen Detail aus den Buchvorderseiten.
Nun waren die Kinder gefordert: Der kleine Detailausschnitt musste auf der Matte gefunden werden, danach sollte der Bee-Bot so programmiert werden, dass er vom Startpunkt zum richtigen Buchcover fährt. Gar nicht so einfach, aber sehr spaßig! Da wurde überlegt, geraten, ausprobiert, allein oder im Team. Die Kinder waren konzentriert dabei, schauten bei den Büchern genau hin. War der Bee-Bot richtig angekommen, wurde von uns das Buch kurz vorgestellt und, da die Kinder schon sehr genau das Cover betrachtet hatten, auch darüber gesprochen, ob das eine Abenteuer-, eine Fantasy- oder beispielsweise eine Tiergeschichte ist. Zur Erholung durfte dann noch ausgiebig geschmökert werden.
Und tatsächlich: wirklich alle Zweitklässler haben sich intensiv mit den Büchern beschäftigt, auch die nach Auskunft der Lehrkraft eher nicht buchaffinen Kinder. Unser Versuch, neugierig auf Bücher nicht nur über inhaltliche Vorstellung, sondern über die Aktivierung mehrerer Sinne zu machen, ist also gelungen! Schön zu sehen, dass die Schülerinnen und Schüler so gespannt und interessiert die Aufgaben angegangen sind. Die Kombination aus Aktivität, Lesen, Zuhören und Büchergespräch hat die Kinder nachhaltig animiert. Der Bee-Bot lässt sich über Tasten für Vorwärts, Rückwärts sowie Links- und Rechtsdrehung steuern. Kinder programmieren damit einfache Bewegungsfolgen, die der Roboter schrittweise ausführt. Auf speziellen Matten planen sie den Weg zu einem Ziel – und lernen dabei spielerisch die Grundlagen des algorithmischen Denkens.










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